Die österreichische Bundesregierung hat um rund 700.000 € ein Shoppingportal mit dem Namen Kaufhaus Österreich ins Leben gerufen. Die Plattform soll österreichischen Händlern helfen, gegenüber Amazon besser bestehen zu können. In Zeiten des Corona Lockdowns steigen die Umsätze von Amazon enorm. Das Problem österreichischer Händler, die einen Online Shop betreiben ist es, in den Tiefen des Internets gefunden zu werden. Dem will Kaufhaus Österreich abhelfen.

Unsere Expertin und Beirätin Lena Doppel-Prix hat in der Zeit im Bild 2 (ZIB 2) das neue Shopping Portal angesehen.

 

Das Resümee fällt bescheiden aus. Die Website erfüllt nicht die Ansprüche einer modernen Shopping Plattform, sondern ist eher eine Linksammlung im Stile der Webseiten der 1990er Jahre. Die Initiative der Bundesregierung ist hier zwar sehr gut gemeint, aber man müsste eher dort ansetzen, wo Amazon den Mehrwert für die Konsumenten bietet: Einfaches Finden einer sehr großen Anzahl an Produkten, rasche Lieferung und sicherer Kauf – ohne Diskussionen, wenn es Probleme beim Kauf gibt. Dort liegt der wirkliche Mehrwert von Amazon für den Kunden. Häufig sind die Produkte auf Amazon sogar teurer als auf anderen Plattformen.

 

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Werner Illsinger

Präsident bei Digital Society
Werner Illsinger hat nach der Absolvierung HTL Nachrichtentechnik am TGM einen der ersten Internet Provider in Österreich aufgebaut, er hat langjährige Erfahrung im Vertrieb und im internationalem Management bei Microsoft sowie als Geschäftsführer der Raiffeisen Informatik Consulting. Er ist Strategieberater und Lektor für Digital Transformation Management an der Carinthia University for Applied Sciences.
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