Die Digital Society hat 2019 damit begonnen regelmäßige Veranstaltungen für Personalverantwortliche und Führungskräfte unter der Bezeichnung DigiCircle abzuhalten. Es ging uns um das Thema der digitalen Transformation – also die Veränderung des Arbeits- und Wirtschaftsleben durch die Digitalisierung.

Wir haben erlebt, dass Menschen schwer zwischen Digitalisierung (Verwendung von Informationstechnologie zur automatisierung von Prozessen) und digitaler Transformation (Veränderung der Gesellschaft durch die Digitalisierung) unterscheiden können.

Sobald das Word “digital” vorkommt, ist die reflexartige Reaktion: Reden Sie bitte mit meinem IT Leiter.

Der IT Leiter kann aber zu notwendigen Veränderungen in Unernehmen die durch die Digitalisierung ausgelöst werden, nichts beitragen. Es geht nicht um Computerprogramme oder Technologie. Es geht um uns Menschen.

 

 

Frederick Winslow Taylor

Taylorismus

Unsere Wirtschaft orientiert sich größtenteils weiterhin an den Prinzipien von Frederick Winslow Taylor, bekannt aus seinem Buch “The Principles of Scientific Management” von 1911. Sein Ziel war es, den effizientesten Weg zur Organisation von Arbeit zu finden und hohe Produktivität zu gewährleisten. Dabei werden Arbeitsabläufe analysiert und optimiert, um mit minimalen Ressourcen maximale Produktivität und konstante Qualität zu erzielen.

Taylorismus prägt Organisationen durch Arbeitsteilung, standardisierte Verfahren, klare Arbeitsanweisungen, Leistungsanreize, hierarchische Strukturen und Überwachung der Mitarbeiterleistung. Diese Prinzipien sind auch heute in den meisten Unternehmen noch präsent.

Kritik am Taylorismus

Die Kritik am Taylorismus umfasst die Dehumanisierung der Arbeitenden, mangelnde Flexibilität und soziale Vernachlässigung und daraus resultierende Unzufriedenheit der Menschen in der Arbeitswelt. In der modernen digitalisierten Welt sind starre, aufteilende Ansätze nicht mehr wirksam. Moderne Arbeitsumgebungen erfordern Flexibilität, Wissensarbeit und Agilität. Neue Technologien und dynamische Anforderungen machen traditionelle Methoden ineffektiv.

Kritik am Taylorismus ist weit verbreitet, dennoch orientiert sich noch immer der Großteil unserer Wirtschaft daran.

Produktivität und Unzufriedenheit

Insgesamt beeinträchtigt bei modernen  Wissensarbeitern die Unzufriedenheit mit dem eigenen Schaffen die Effizienz und Produktivität der Mitarbeitenden erheblich. Daher wäre es für Organisationen wichtig, die Gründe für Unzufriedenheit zu identifizieren und Maßnahmen zu ergreifen, um das Wohlbefinden und die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu fördern um wieder eine höhere Produktivität zu schaffen.

Der Vorherrschenden Taylorismus führt bei Unternehmen heutzutage zum exakten Gegenteil. Dadurch dass Menschen nicht als Individuen mit Bedürfnissen wahrgenommen werden, sinkt die Produktivität. Wird der Druck erhöht, steigt die Unzufriedenheit der Mitarbeitenden weiter und die Produktivität sinkt.

Mehr Zufriedenheit heißt mehr Produktivität

In modernen digitalen Arbeitsumgebungen, in denen Wissensarbeiter möglicherweise in geografisch verteilten Teams arbeiten und unterschiedliche fachliche Qualifikationen einbringen, ist die höchste Produktivität nur dann möglich, wenn sie von ihrer Arbeit überzeugt sind und Freude an ihrer Tätigkeit haben. Aus diesem Grund zielt der NGWork.Club darauf ab, eine Arbeitswelt zu schaffen, die den Taylorismus der ersten industriellen Revolution überwindet.

Das übergeordnete Ziel bleibt die Schaffung einer hohen Mitarbeiterproduktivität, doch die Methoden sind grundlegend unterschiedlich. In der Next Generation Work steht das Individuum mit seinen Fähigkeiten und Stärken im Mittelpunkt und wird gefördert. Ein gemeinsamer Sinn bei der Arbeit steht im Vordergrund, und Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen und Stärken unterstützen sich gegenseitig, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Die Förderung der Freude an der Arbeit führt zu einer erhöhten Produktivität der Mitarbeiter, ähnlich wie es Taylor während der Industrialisierung erreicht hat.

 

Produktivität

NGWork – Die nächste Generation der Arbeitswelt

Die nächste Generation der Arbeitswelt, bekannt als “Next Generation Work” (NGWork), zeichnet sich durch Flexibilität, Technologieintegration und Fokus auf Wissensarbeit aus. Remote-Arbeit wird zunehmen, unterstützt durch Technologie. Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz gewinnen an Bedeutung. Lebenslanges Lernen wird entscheidend sein, um mit dem schnellen Wandel Schritt zu halten. Insgesamt wird die Arbeitswelt geprägt sein von einer zunehmenden Anpassungsfähigkeit, Technologie und einem stärkeren Fokus auf individuelle Fähigkeiten und Kreativität der Menschen.

NGWork.Club

NGWork.Club vernetzt Menschen in Österreich die fest daran glauben, dass neue moderne Arbeits- und Führungsmethoden und die Überwindung des Taylorismus in der digitalen Arbeitswelt unumgänglich sind, damit unsere Wirtschaft wieder besser funktioniert und der Fachkräftemangel überwunden werden kann.  Als “Nebenprodukt” sind die Menschen dann auch noch zufrieden mit ihrem Tun.

Wir suchen Vorreiter wie Tele Haase, einem österreichischen Elektro Produktionsunternehmen, dass die Führungskräfte demokratisch wählt, oder die IT Abteilung des WIFO, das Entscheidungen mit der Kulturtechnik des Kontextens gemeinsam trifft. 

Schließ Dich uns an. Wir sind neugierig auf Deine Zugänge um NGWork zu erschaffen.

Mehr Informationen auf http://NGWork.Club

DigiCircle Culture
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Werner Illsinger

Präsident bei Digital Society
Werner Illsinger ist systemischer Coach, Unternehmensberater sowie Lektor an der FH-Kärnten. Sein Herzensanliegen ist es, dass Arbeit Spaß macht.
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