DigiTalk

Die monatliche Abendveranstaltung zu aktuellen Themen der digitalen Transformation. Jeweils drei Abende behandeln einen Teilbereich eines Themas und bauen aufeinander auf. Mit Impulsreferaten und Podiumsdiskussionen schafften wir ein Bewusstsein für Möglichkeiten und Herausforderungen der technologischen Veränderungen. Wo Handlungsbedarf besteht, kommunizieren wir an die Politik.

Es diskutierten:

Dr. Hatto Käfer
studierte Handelswissenschaften an der Universität Wien. Nach verschiedenen Stationen im In- und Ausland u.a. bei der Mercurbank und Roland Berger & Partner setzte er seinen beruflichen Werdegang bei der Europäischen Kommission fort. Nach unterschiedlichen Stationen wie z.B. die Vertretung Österreichs, beim Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften kehrte er 2017 zurück nach Österreich. Aktuell ist er als Leiter des Wirtschaftsteams der Europäische Kommission, Vertretung Österreich in Wien tätig.

Dr. Natalie Ségur-Cabanac

ist Head of Regulatory and Compliance und Datenschutzbeauftragte der Hutchison Drei Austria GmbH („Drei“). Sie ist 1. Vizepräsidentin der ISPA Internet Service Providers Austria.
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Mag. Fjodor Gütermann
studierte Volkswirtschaft an der Universität Wien. Er begann seine berufliche Laufbahn zunächst bei der europäischen Kommission und wechselte anschließend in die wirtschaftspolitische Projektberatung. Nach Stationen bei der Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) begann er beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT), wo er aktuell als stellvertretender Leiter der Abteilung Telekompolitik und IKT-Infrastruktur in der Sektion IV des BMLRT ist.
 
Mag. Florian Rosenberger
studierte Rechtswissenschaften an der Universität Graz und ist akutell im Bereich für Forschung, Technologie und Innovation der Industriellenvereinigung tätig. Als Experte für Digitalisierung beschäftigt er sich unter anderem mit den Themen Künstliche Intelligenz und Datennutzung in der Industrie.

Nach Vorstellung der Diskutant*innen durch unseren Moderator Alois Schrems (Resilience Consult / Digital Society) stellt Dr. Käfer von der EU-Kommission die Ergebnisse des DESI Reports der EU vor (Digital Economy & Society Index). Der DESI Report gliedert sich in:

  • Humankapital
  • Konnektivität
  • Integration der Digitaltechnik
  • Digitale öffentliche Dienste

Österreich liegt auf Platz 10 von 28. Er vergleicht die EU Mitgliedsstaaten im Sinne der Zielerreichung der Ziele der EU. Auf Basis des DESI Reports werden mehrjährige Entwicklungsziele vereinbart.  Herr Dr. Käfer stellt innerhalb der 4 Bereiche die Themen vor, wo Österreich gut aufgestellt ist, aber auch in welchen Bereichen es Handlungsbedarf gibt. 

Den größten Aufholbedarf gibt es im Bereich der Weiterbildung in Unternehmen, Breitbandausbau (Festnetz), Nutzung von Digitaltechnologie (Cloud & Big Data). 

Die Regierung hat Anstrengungen unternommen, den Breitbandausbau (Gigabit-fähige Anschlüsse) weiterhin zu fördern. Dabei wird auch ein Hauptaugenmerk auf Open Access Netze (Netze die für alle Anbieter geöffnet sind) gelegt. 

Aus Sicht der ISPA ist natürlich auch der Breitbandausbau ein wichtiger Baustein. Dank der guten 5G Versorgung sind wir im Breitbandbereich recht gut unterwegs, es gibt jedoch noch großen Aufholbedarf im Bereich des Festnetzes. Im Bereich der hochbreitbandigen Internet Anbindungen gibt es jedoch auch ein Nachfrageproblem. 

Der IV ist die Stärkung des Wirtschaftsstandortes wichtig. Wir haben die 3. Forschungsquote in der EU – die Voraussetzung für Innovation sind daher sehr gut. Die digitale Transformation ist wichtig, weil sie sowohl ein Wachstum des BIP fördert, als auch Arbeitsplätze schafft (ca. 20.000 Arbeitsplätze pro Jahr). Unternehmen profitieren von der Digitalisierung (höhere Krisen-Resilienz, stärkeres Wachstum, …). Jedes 7. Unternehmen ist noch immer digital blind (arbeitet Papierbasiert) nur 4% agieren digital autonom (durchgehend digital). 

In den aktuellen DESI Zahlen sind nur die Zahlen zu Anfang der Pandemie eingeflossen. Spannend wird daher auch wie sich die Pandemie auf die zukünftigen Zahlen auswirken wird. Es scheint aber so zu sein, dass DESI in der nächsten Ausgabe leider wieder Plätze verlieren wird. Es gibt also noch viel zu tun. 

Die gesamte Diskussion steht unseren Mitgliedern unten stehend zum Nachsehen zur Verfügung: 

 

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